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Ein Adventskalender über Fermentation – ein Fermentskalender. 24 Türchen, hinter denen sich Erstaunliches aus der Geschichte der Fermentation, besondere Empfehlungen für eigene Reisen in den Mikrokosmos, weihnachtliche Zukunftsvisionen und natürlich ganz viel Besinnlichkeit verbergen. Auch einige Überraschungsgäste tauchen auf, teilen Rezepte mit uns oder schwärmen von ihren Lieblingsmikroben.

Viel Spaß dabei und habt eine schöne Adventszeit!

Fermentskalender - Türchen #5: Ein Mikrobenmuseum in Amsterdam

Fijne Sinterklaas!

Der 5.12. ist in den Niederlanden ein ganz besonderer Tag, denn am Abend (dem pakjesavond) kommt Sinterklaas. Also quasi Nikolaus, aber viel berühmter.  Sein Kommen wird lange vorher angekündigt und seine Reise aus Spanien in unser Nachbarland per Dampfboot ist in jedem Jahr wieder etwas, über das alle sprechen – auch Erwachsene. Es gibt sogar eine Nachrichtensendung, die an den Tagen vor seiner Ankunft ausgestrahlt wird, Het Sinterklaasjournaal.

Ich weiß das alles aus erster Hand, denn ich habe einige Jahre in Groningen an der Uni geforscht und  promoviert. Sinterklaas ist dort wichtiger als der Weihnachtsabend oder zumindest ein größeres Spektakel. Deshalb fand ich es passend, für diesen Text das fünfte Türchen auszuwählen. Es geht nämlich um einen Ort in den Niederlanden, den ich euch empfehlen möchte. Einen Ort, an dem sich alles um den Mikrokosmos dreht.

Eine Reise in den Mikrokosmos

Mitten in Amsterdam gibt es das ARTIS-Micropia. Ein Museum, das sich ganz dem Mikrokosmos widmet. Die Stadt und überhaupt das ganze Land sind sowieso eine Reise wert, also wenn es euch irgendwann einmal (wieder) nach Amsterdam verschlägt, empfehle ich euch unbedingt einen Besuch in diesem Museum. Auch für Familien mit Kindern (ich würde sagen so ab etwa acht Jahren) ist es geeignet, denn es gibt viel zu sehen, zum Ausprobieren und überhaupt fand ich alles sehr kurzweilig und interessant gestaltet. Es gibt Mikroskope, durch die man winzige Tiere und Pflanzen beobachten kann, Kolonien von unterschiedlichsten Mikroorganismen samt Erklärung, wo man sie findet (Achtung: manche Orte könnten die Bevölkerung verunsichern) und sogar eine echte Blattschneiderameisen-Kolonie. Diese leben in Symbiose mit einem Pilz, den sie auf den zerschnittenen Blättern kultivieren. Es gibt auch ein überlebensgroßes Bärtierchen (also eine Statue. Keine Gentechnik im Spiel) und am Anfang der Tour bekommt man ein Stempelblatt, weil an vielen Stationen niedliche Stempel von verschiedenen Mikroben gesammelt werden können. Es wird mit unterschiedlichsten Arten von Exponaten veranschaulicht, wie Mikroorganismen entdeckt wurden, in welchen Alltagsprodukten sie zum Einsatz kommen und wie wir in Zukunft Krafstoff und vieles andere mit ihrer Hilfe produzieren können. Kurzum: ich war wirklich begeistert. Mein Besuch dort war auch eine wichtige Inspiration für die ersten Kapitel meines Buchs, in denen ich selbst auch eine kurze Reise durch den Mikrokosmos und die Geschichte der Fermentation unternehme.

Lasst mich doch gern wissen, falls ihr ähnliche Museen oder Orte zum Thema Mikroorganismen o. ä. kennt! Würde mich sehr interessieren, ob es so etwas auch in anderen Ländern gibt.

Ich wünsche euch einen schönen Nikolausabend und hoffe, ihr habt alle schön eure Schuhe geputzt und vor die Tür gestellt. En ik wens iedereen in Nederland en België een fijne Sinterklaasdag!

Mehr über die Vielfalt der Mikroben und was sie uns alles zu bieten haben, um eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten, gibt es in meinem 2024 im Residenz Verlag erschienenen Buch „Revolution aus dem Mikrokosmos – Nachhaltige Ernährung durch Fermentation“. Zu kaufen überall, wo es Bücher gibt, zum Beispiel direkt auf der Seite des Verlags. Mehr zum Buch findet ihr auch hier auf meiner Webseite.

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